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Blitzschutz |
Der Blitz entsteht in Gewitterzellen und ist nur wenige Zentimeter dick. Im Innern der Gewitterzelle werden positive und negative Ladung getrennt. Dies führt zu einer elektrischen Entladung, die wir als Blitz wahrnehmen. Durchschnittlich wird jeder Quadratkilometer viermal pro Jahr vom Blitz getroffen. Insgesamt sind dies rund 2 Millionen Blitzeinschläge pro Jahr allein in der Bundesrepublik, im Jahr 2007 waren es sogar 2.66 Mio. Blitzeinschläge! Schäden in Millionenhöhe sind die Folge. Auch Personenschäden sind häufig zu beklagen. Die meisten Unfälle resultieren aus Unwissenheit und falschem Verhalten bei Gewitter.
Schützen Sie sich. Gewußt wie!
Allein in Deutschland sterben im Durchschnitt pro Jahr fünf Menschen an den Folgen eines Blitzschlags.
Das Rätsel, wie Blitze genau entstehen, ist bis
heute immer
noch nicht gelöst.
Wenn der Leitblitz auf wenige hundert Meter oder auch nur einige zehn Meter an den Erdboden herangekommen ist,
wachsen ihm von Häusern, Bäumen oder
Laternen sogenannte Fangentladungen entgegen. Diese Fangentladungen sind eine Art positiv geladener Blitz. Ähnlich wie der Leitblitz leuchten sie
nur sehr schwach
und sind daher normalerweise kaum zu sehen. Sobald eine dieser Fangentladungen mit dem
Leitblitz zusammenkommt, gibt es eine Art Kurzschluss. Experten
sprechen von der Hauptentladung. Ausgehend
von der Einschlagstelle fließen
die im Leitblitz gesammelten negativen Ladungen
nach unten ab. Die Hauptentladung folgt also dem Weg des Leitblitzes
von unten nach oben,
und das mit einer Geschwindigkeit von 100.000 Kilometern
pro Sekunde, einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit. Der enorme
Stromfluss erhitzt
innerhalb von Mikrosekunden das Plasma im Blitzkanal auf bis zu 30.000 Grad Celsius. Dadurch leuchtet der Blitzkanal grell auf.
Erst dieses Aufleuchten nehmen wir normalerweise als Blitz war. Durch die hohe Temperatur dehnt sich der
Blitzkanal außerdem explosionsartig aus:
Es donnert.
Häufig bleibt es aber nicht bei einer Hauptentladung. Der Blitzkanal ist weiterhin ein bevorzugter Weg für einen Ladungsausgleich von der
Wolke zum Erdboden.
Kurz nach der ersten Hauptentladung kann sich daher ein zweiter Leitblitz bilden, der dem Weg des ersten folgt. Weil er es
dabei einfacher hat, läuft er auch nicht
mehr in ruckartigen Stufen, sondern rast direkt durch und löst am Erdboden eine weitere Hauptentladung aus.
Dieser Wechsel aus Entladung, Leitblitz und Endladung kann innerhalb von Sekunden einige Male erfolgen. Für den Betrachter sieht es dann so aus,
als würde ein Blitz mehrfach zucken.
Mit jedem Blitz wird die Ladungstrennung in der Wolke ein wenig ausgeglichen. Wenn dann schließlich nicht
mehr genug warme, feuchte Luft nachgeliefert wird,
so dass auch keine Ladungen mehr getrennt werden, reicht die verbleibende Spannung
irgend
wann nicht mehr aus, um Blitze hervorzubringen – und das Gewitter
löst sich auf.
war der Amerikaner Benjamin Franklin. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Phänomen des Gewitters und fand 1752 heraus, dass ein Blitz eine
elektrische
Entladung ist, die sich wissenschaftlich belegen lässt. Um dies zu beweisen führte er
sein „Drachenexperiment“ durch. Dabei ließ er einen
Drachen aus Seide,
der mit einem dünnen Draht verbunden war, direkt unter einer Gewitterwolke aufsteigen. Am Ende dieses Drahtes war ein
Schlüssel befestigt, von dem nach
einiger Zeit Entladungsfunken auf Franklins Hand übersprangen. Heute wissen wir, dass bei diesem Experiment
weitaus Schlimmeres hätte passieren können.
Denn hätte ein Blitz in den Drachen eingeschlagen, wäre dieser Versuch für Franklin tödlich ausgegangen.
Benjamin Franklin befasste sich dann mit der Vermeidung von Blitzeinschlägen und entwickelte kurze Zeit später Blitzableiter in Form von Eisenstangen,
die auf oder neben Gebäuden angebracht, die Blitze abfingen und in den Boden leiteten. Er gilt zwar als Erfinder des Blitzableiters, aber schon vor
mehr als 3.000 Jahren,
zur Zeit der Pharaonen, sollen an Tempeln vergoldete Masten angebracht worden sein um vor Blitzeinschlag zu schützen.
Noch im 19. Jahrhundert starben ca. 300 Menschen jährlich, da sie vom Blitz getroffen wurden. Zu dieser Zeit arbeitet die meisten Menschen im
Freien und konnten sich bei einem Gewitter kaum schützen.
Wenn es draußen blitzt und donnert, tauchen nur allzu oft Schreckensbilder von in Flammen stehenden Gebäuden vor unserem inneren Auge auf. Und wir hoffen in diesem Moment darauf, dass die Naturgewalten auch diesmal wieder unser kostbares Hab und Gut verschonen mögen ... Doch der kluge Hauseigentümer, der gewiefte Firmeninhaber sorgt vor: mit Rundumschutz vom Fachmann. Der äußere Blitzschutz sichert wie ein Faradayscher Käfig das Gebäude gegen einen direkten Blitzeinschlag und gegen Funkenbildung bei der Ableitung der Blitzenergie zur Erde. Auf diese Weise werden massive Gebäudeschäden bis hin zum Totalschaden durch einen Brand erfolgreich verhindert.
Zum äußeren Blitzschutz gehören folgende Einzelkomponenten, die stets zusammenwirken:
Fangeinrichtung -
Ableitungen -
Erdungsanlage
Die Fangeinrichtung auf dem Dach des Gebäudes fängt den Blitz quasi ein und lenkt ihn im Anschluss sozusagen in geordnete Bahnen:
Sie verhindert somit,
dass der Blitz unkontrolliert in ein Gebäude einschlägt. Fangstangen und -leitungen aus Metall, denen die hohe Energie nichts
ausmacht, lenken und leiten die
Gewalt des Blitzes zuverlässig von Anfang an. Die Fangeinrichtung auf dem Dach ist durch Ableitungen mit der
Erdungsanlage am Boden verbunden.
Erst diese „unterste“ Komponente macht den Blitz
unschädlich, indem sie dessen zerstörerische Energie in
die Erde ableitet.
Doch das allein reicht nicht!
Eine Blitzschutzanlage ist jedoch nur dann komplett, der Blitzschutz nur dann wirklich sicher, wenn neben dem äußeren Blitzschutz ein so genannter
innerer Blitzschutz installiert ist. Letzterer sichert insbesondere die elektrischen
Anlagen und elektronischen Geräte im Inneren des Gebäudes.
Rechts im Bild sehen Sie eine Anschlussmöglichkeit an den Potentialausgleich oder direkt an die Erdungsanlage.
Der Typ Ex-BandRohrSchelle wird mit einem Kabelschuh nach
DIN 46235 kombiniert mit einem mehrdrähtigen Leiter aus Kupfer Querschnitt 16 - 35mm oder einem Rundleiter aus Aluminium, Kupfer, Stahl verzinkt, angeschlossen. |
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